Klettersteig Ernesto Che Guevara

 Schwierigkeit:  C
 Gesamtdauer:  7h30min
 Sterne:  ****
 Ausgangspunkt:  Pietramurata (254m)
 Gipfel:  Monte Casale (1632m)
 Gebirge:  Gardaseeberge (Südtirol)    
 Kurzbeschreibung:     Topo (bergsteigen.at)
 Datum:  26.09.2009

Ein sehr schöner, aber auch langer und anstrengender Klettersteig den ich absolut empfehlen kann. Eine phantastische Fernsicht und atemberaubende Tiefblicke sind garantiert. Gute Kondition muss unbedingt vorhanden sein. Ausreichend Flüssigkeit mitnehmen, der Weg liegt voll in der Sonne!

 

Hier geht es rauf...
Hier geht es rauf...

Aufstieg: Der Ausgangspunkt is Pietramurata. Auf der Landstraße von Riva del Garda nach Sarche in Pietramurata links abbiegen ins Industriegebiet (Steinbruch). Ein Stück weiter kann geparkt werden. Vom Parkplatz aus geht es durch einen Laubwald am linken Rand des Kieswerkes entlang, in etwa 25 Minuten zum Einstieg.

 

Die ersten Meter sind sehr gut versichert und es geht schnell nach oben. Es sind ausreichende Tritt- und Griffmöglichkeiten vorhanden mit einigen ausgesetzten Stellen. Bald geht es über Gras ein Stück nach Norden und auf ein kleines Plateau.

 

Nach der Erzählung ist der alte Unterstand durch den Erbauer des Steiges angelegt. Auch ist ein Kreuz mit vielen Lämpchen aufgestellt und soll eingeschaltet sein, wenn der Erbauer hier oben nächtigt.

 

Von diesem Punkt aus sind es nur wenige Minuten zum alten Einstieg in den Che Guevara Klettersteig. Es geht gleich ordentlich zur Sache (einige sehr luftige Abschnitte) und Konzentration ist notwendig. Doch auch das Aussicht genießen soll nicht zu kurz kommen. Gute natürliche Tritte, Stahlbügel und die verspannten Stahlseile weisen den Weg. Auf 1200 Hm ist der Ausstieg und in einem kleinen Holzhäuschen liegt das Tourenbuch zum eintragen.

 

Die restlichen 400 Hm führen auf einem Pfad durch Gebüsch und Geröll. Kurz vor Ende kommt nochmal eine kurze Kletterstelle, die wohl schon mehreren Leuten Probleme bereitet hat. Mit ausreichend Kondition ist aber auch dies zu meistern und anschließend ist auch schon das grasbedeckte Gipfelplateau erreicht. Mit etwas Glück begrüßt hier ein Blumenmeer. Ein Trampelpfad führt hinüber zum Gipfelkreuz und der Rundblick ist einfach gigantisch: Brenta, Adamello, Monte Baldo und die Seen im Tal sind zu sehen. Das Refugio Don Zio ist im Sommer NUR am Wochenende bewirtschaftet. Für uns gab es eine gute Brotzeit und ordentlich Flüssigkeit, die nach dem kraftzerrenden Aufstieg auch notwendig war. Knapp 5 Stunden waren wir unterwegs.

 

Abstieg: Für den Abstieg gibt es zwei Wege. Da zu unserer Zeit der Weg 426 gesperrt war (von diesem wird auch abgeraten), nahmen wir den  Weg 427 Richtung Sarche/Pietramurata. Im schattigen Wald ging es die mühsam erkämpften Höhenmeter wieder abwärts. Nach ca. 2 Stunden trafen wir auf die Straße (ggf. trampen möglich) und gingen einem Pfad rechts folgend zurück nach Pietramurata (25 Minuten). Auf dem Rückweg kamen wir noch an mehreren Weinanbaugebieten vorbei und die blauen Trauben schmecken wirklich am Besten. 

 

Zeiten: Parkplatz - Einstieg Klettersteig: 30 Minuten. Klettersteig: 4,5 Stunden.

Abstieg: 2,5 Stunden.

Gehzeit insgesamt: 7,5 Stunden.


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