Rosengarten: 15-18 Juli 2010

4 Tagestour im Rosengarten: die angegebenen Zeiten sind reine Gehzeit und eher knapp bemessen. Die Zeiten liegen unterhalb der in Reiseführern angegebenen Zeiten.

 

1. Tag: Paolina Sessellift -> Rotwandhütte (35min) -> Vaiolon Pass -> Rotwand -> Masaré Klettersteig -> Rotwandhütte (insgesamt 5h)

 

2. Tag: Rotwandhütte -> Cigolade Pass (1h15min) -> Vajolethütte (1h) ->  Santnerpass Hütte  (1h) -> Vajolethütte (45min)

 

3. Tag: Vajolethütte -> Grasleitenpasshütte (1h) -> Kessel Kogel (1,5h) -> Grasleitenpasshütte (1,5h) -> Molignon Pass -> Tierser Alpl Hütte (2h) -> Schlernhaus (1h15min)

 

4. Tag: Schlernhaus -> Bärenloch -> St. Zyprian (2h)

Rotwandhütte
Rotwandhütte

1. Tag

Ankunft in Welschnofen (Nova Levante), geparkt haben wir am großen Parkplatz (umsonst) vor dem Paolina Sessellift. Mit dem Lift (7,50 €) fuhren wir direkt zur Paolinahütte (2125m), da wir uns den langen Anstieg ersparen wollten.

 

Von dort ging es am Christosdenkmal vorbei zur Rotwandhütte/Rifugio Roda di Vael (2283m), dem ersten Schlafplatz. Uns hat die Hütte sehr gut gefallen: klein, gemütlich, gutes Essen und freundliche Leute. Wir haben den Großteil unserer Sachen dort gelassen und sind mit leichtem Gepäck weiter. Von der Rotwandhütte ging es über den Vaiolon Pass (2560m) auf die Rotwand (2806m). Für den Anstieg zur Rotwand haben wir das Klettersteigset angelegt, allerdings kein einziges Mal eingehängt. Ein Helm ist hilfreich, da relativ viele Leute unterwegs sind. Von der Rotwand bietet sich ein toller Rundumblick auf die Latemar Gruppe und Marmolada.

Auf der anderen Seite der Rotwand ging es hinab (hier gibt es einen gekennzeichneten Notabstieg zur Rotwandhütte) und 10 Meter im Fels wieder nach oben auf das Plateau vorm Fensterlturm. Hier lässt sich eine schöne Pause machen.

Im Anschluss abwärts unterhalb des Fensterlturms vorbei. An der nächsten Kreuzung ist der reguläre Abstieg zur Rotwandhütte möglich. Wir folgen aber dem Schild Richtung Klettersteig. Der Masaré Klettersteig ist leicht, mit zwei etwas schwereren Stellen, sehr gut geplant und hat als Einstieg richtig Spaß gemacht. Am Ende führt dieser wieder zurück zur Rotwandhütte. Insgesamt dauert die Tour etwa 5-6 Stunden.


Wanderroute 688991 - powered by Wandermap 

2. Tag:

Wir sind früh aufgebrochen und haben uns erstmal mit einem guten Frühstück gestärkt. Der erste Teil des Weges entspricht dem gestrigen. An der Gabelung halten wir uns diesmal aber rechts (Weg 541) und beginnen unterhalb der beeindruckenden Mugoni Spitze den Anstieg. Etwas außer Atem erreichen wir den Cigolade Pass (2561m). Von dort sehen wir bereits die Vajolethütte (2243m) in der Ferne, unserem Quartier für die Nacht. Nach etwa einer weiteren Stunde sind wir dort, beziehen das Lager und zur Stärkung gibt es einen Apfelstrudel.
In der Mittagssonne  steigen wir zur Gartlhütte (2621m) auf, die schnell erreicht ist. Die Hütte (sollte mal wieder gestrichen werden) ist wunderbar unterhalb der Vajolettürme an einem kleinen See gelegen. Von hier geht es im Geröll aufwärts zum Santnerpass und Santnerpasshütte (2741m) mit einem genialen Rundblick. Da die Tour nicht aufwendig war, sind wir bereits am frühen Nachmittag wieder zurück auf der Vajolethütte. Die Hütte selbst ist groß und ziemlich überlaufen.

 

Alternative Route: von der Rotwandhütte über den Santnerpassklettersteig auf den Santnerpass.

Alternative Übernachtung: Santnerpasshütte oder besser gleich das Stück zur Grasleitenpasshütte.


Wanderroute 692068 - powered by Wandermap 
Kessel Kogel
Kessel Kogel

3. Tag:

Heute stand der anstrengendste Teil an. Früh brechen wir zur Grasleitenpasshütte (2601m) auf, in der wir unser Gepäck lassen. Nur mit Proviant und Klettersteigset beginnen wir den Anstieg zum Kessel Kogel, dem höchsten Berg des Rosengarten (3004m). Wir machen die Überschreitung von West nach Ost. Ein sehr schöner, nicht allzu schwerer Klettersteig mit ausreichend Sicherung führt nach oben. Nur im letzten Abschnitt am Grat wird unsere Schwindelfreiheit auf die Probe gestellt. Glücklicherweise sind wir die ersten am Gipfel, haben Zeit für eine kurze Brotzeit und brechen auf bevor die Menschenmassen ankommen. Die Aussicht von oben ist überwältigend und ein absolutes Highlight.

Der Abstieg geht schnell und einfach zurück zur Grasleitenpasshütte. Mit vollem Gepäck ging es weiter, erst der Abstieg ins Tal und auf der anderen Seite wieder nach oben auf den Molignon Pass (2598m). Eine schweißtreibende Konditionseinheit! Glücklicherweise war es bis zum Tierser Alpl (2440m) nicht mehr weit und dort gibt es den besten Apfelstrudel weit und breit.

Leider war das Wetter ziemlich durchwachsen, daher sind wir auf dem Normalweg (und nicht dem Klettersteig) mit schnellem Schritt zum Schlernhaus (2457m). Das Schlernhaus ist groß, hat keine Plätze im Freien und innen den Charakter einer Bierhalle. Nicht mein Fall, aber zumindest die Lager waren gemütlich. Nach dem Abendessen haben wir noch einen gemütlichen Spaziergang auf den Petz (2563m) gemacht.

 

Alternative Route: vom Tierser Alpl über den Maximilians Klettersteig zum Schlernhaus (Dauer: 2,5h).

Alternative Übernachtung: ?


Wanderroute 692127 - powered by Wandermap 
Tschetterloch
Tschetterloch

4. Tag:

Während des Abend/Nacht ist ein Gewitter aufgezogen und es wurde richtig kalt. Da wir 3 Tage mit fantastischem Wetter hatten und weder den Maximilian Klettersteig, noch das Bärenloch bei Nässe machen wollten, haben wir uns entschlossen direkt abzusteigen. Der abwechslungsreiche Weg durch die Bärenfalle bietet nochmals mehrere schöne Fotogelegenheiten. Etwa nach der Hälfte kamen wir zum Tschetterloch (1340m), einer kleinen, sagenumwobenen Höhle, in die wir natürlich rein kletterten. Allerdings geht die Höhle nur wenige Meter tief in den Fels.  Nach diesem kurzen Abstecher ging es weiter immer tiefer bis nach St. Zyprian (1071m).

Von St. Zyprian fuhren wir mit dem Taxi zurück zum Paolina Sessellift. Der Spaß kostete allerdings 40€ für zwei Personen. Es gibt auch öffentliche Busse, leider nur morgens und nachmittags.


Wanderroute 693150 - powered by Wandermap